Nahe bei der Provinzstadt Marasesti hat der Staat eine größere Grundstücksfläche für eine Roma-Siedlung zur Verfügung gestellt, die inzwischen auf weit über 5000 Personen angewachsen ist. Allerding fehlt jede Infrastruktur. Strom ist Mangelware und Sanitäranlagen schlichtweg nicht vorhanden. Die Hütten sind aus Lehm gebaut, oft bestehen sie aber nur aus Blech-oder Plastikteilen, die auf irgendeiner Müllhalde gefunden wurden. Es mangelt an allem, vor allem an Lebensmitteln und Heizmaterial. In diesem trostlosen Umfeld wachsen Hunderte Kinder auf. Sie hätten per legem das Recht, eine Schule zu besuchen. Leider geschieht dies in den wenigsten Fällen, da die Eltern oft selbst Analphabeten sind und die Kinder lieber zum Betteln schicken.

Der Hilfsverein hat zusammen mit Sternstunden zwei Häuser für Kinder gebaut. Hier lernen die Kinder unter der 1anleitung von Rot- Kreuz-Mitarbeitern spielerisch soziale Verhaltensregeln kennen. Sie basteln, malen, sammeln Erfahrung im Umgang mit Büchern und Computern und erlernen fundamentale Hygieneregeln. Auch erhalten sie täglich etwas zu essen. Immer wieder gelingt es so, die Kinder zu einem Schulbesuch zu motivieren und ihnen damit eine neue Perspektive zu geben. Besonders begabt im musischen Bereich, steht ihre Lernfähigkeit in keiner Weise hinter der anderer rumänischer Kinder zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

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