Im Norden Kenias oberhalb der Chalbi-Wüste leben die Gabra, ein Stamm von Kamel-Nomaden. Wasser ist das größte Problem und absolut lebenswichtig.
water storage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als besonders kompliziert stellt sich die Wasserversorgung in den Hurri Hills oberhalb der Chalbi-Wüste dar. Wegen der ungünstigen Bodenbeschaffenheit ist das Bohren von Brunnen nicht möglich. Hier arbeitet der Hilfsverein mit einer örtlichen Organisation namens KNEF zusammen, die von Angehörigen der dort ansässigen Kamel-Nomaden, den “Gabra,” gegründet wurde.

In der Dürrezeit ziehen die Mäner mit dem Vieh zu den Wasserstellen. Die Frauen aber  bleiben in den Hütten zurück und müssen sich und die Kinder selbst mit Wasser versorgen. Um zur nächsten Wasserstelle zu gelangen, sind sie oft tagelang zu Fuss unterwegs.

Durch eine Förderung von Sternstunden e.V. konnte der Hilfsverein schon 2012 damit beginnen, in den Dörfern der Gabra unterirdische Wasserspeicher zu bauen. Diese können in der Regenzeit mit bis zu 100.000 Litern Wasser befüllt werden. Am Tankzug befindet sich ein Filter; das Wasser kann mit einer Handpumpe gezapft werden.

In Afrika ist auch bei relativ einfachen Installationen oft die Wartung äußerst schwierig sicherzustellen. Hier erweist sich die Zusammenarbeit mit einer örtlichen Organisation, deren Mitarbeiter enge Verbindungen zu den Nomaden haben und diese regelmäßig in ihrer eigenen Stammensprache schulen, als großer Vorteil.

Schon 2013 wurden die ersten drei Wasserspeicher komplett befüllt und so konnte viel menschliches Leid abgewendet werden.