Der Hilfsverein hat schon seit vielen Jahren immer wieder Menschen in Ostafrika unterstützt. Seit 2011 wurde diese Tätigkeit sehr verstärkt. Der Fokus liegt heute auf der Grenzregion zwischen Kenia, Süd-Sudan und Äthiopien.

Wasser ist das Wichtigste: Beispiel Kenia

Obwohl die Dürre in Ostafrika von 2011 noch nicht lang her ist, gab es im Norden Kenias in den Jahren 2016 bis Mitte 2017 kaum Niederschlag. Wieder beobachteten wir Viehsterben, Verarmung der Bevölkerung und großes Leid. Der einzige Trost ist, dass zumindest die Siedlungen, welche in den letzten Jahren durch die Spenden des Hilfsvereins mit Wasserspeichern, Erddämmen oder anderen Einrichtungen versorgt werden konnten, vor dem schlimmsten Übel bewahrt blieben.

Noch während der schlimmsten Trockenheit in 2017 konnten unter Anleitung von eigenen Mitarbeitern des Hilfsvereins drei Brunnenbohrungen durchgeführt werden. Alle drei Bohrungen waren erfolgreich: Dies ist in der Turkana ein großes Glück, denn über die Hälfte aller Bohrungen in der Region scheitern. Dabei wurde sowohl auf geologische Gutachten, als auch auf einen Wünschelrutengänger gesetzt. Versorgt werden nunmehr die Ortschaften Atapar, Kalimapus, Lokitoe, Angaber und Loropio. Das Wasser hat beste Trinkwasserqualität und die Menge reicht auch dazu aus, das Vieh zu tränken.

Das Vorhandensein von Wasser hat die Ortschaften sofort verändert. Plötzlich beginnen auch Nomaden mit dem Ackerbau. Da dies mangels kultureller Erfahrung und wegen der Schwierigkeiten durch den kargen Boden in dieser Region nicht einfach ist, startete der Hilfsverein Nymphenburg ein Trainingsprogramm für die Einwohner. Gemeinsam mit „Furrows in the Desert“, einer Kooperation zwischen katholischen Mönchen und israelischen Landwirtschaftsexperten, wurde im Ort Loropio eine erste Farm mit Tröpfchenbewässerung eröffnet. Die Möglichkeit, für den Eigenbedarf anzubauen und den Überschuss zu verkaufen, ist eine gute und nachhaltige Möglichkeit für die einheimische Bevölkerung, ihren Lebensstandard zu verbessern.

Eines der Bohrlöcher ist so ertragreich, dass damit gleich zwei umliegende Ortschaften versorgt werden können. Deshalb entschied sich der Hilfsverein, dort nicht eine gewöhnliche Handpumpe, sondern eine Solarpumpanlage mit Wasserspeicher zu
installieren. Wasserholen ist hier üblicherweise die Aufgabe der Frauen, die das Wasser in 20 Liter-Kanistern auf dem Kopf nach Hause tragen. Da beide Ortschaften mehrere Kilometer vom Brunnen entfernt sind, wird derzeit mit Hilfe der jungen Männer
eine Wasserleitung über insgesamt vier Kilometer verlegt. Jeder Ort erhält einen„Wasserkiosk“ und so bleibt den Frauen das tägliche Wasserschleppen über diese Distanz erspart.

 

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