Viele Eltern in der Region können ihre Kinder nicht mehr ernähren. Um ihr Überleben zu sichern, geben sie die Kinder den Fischern mit auf die Insel, in der Hoffnung dass es dort durch den Fischfang genug zu essen gibt. Es leben dort vor allem Jungen im Alter von 3 bis 18 Jahren.
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Ebenfalls auf dem Turkana-See gibt es eine Insel, die von den örtlichen Fischern als Zwischenstation genutzt wird. Es hat sich über die Jahre so ergeben, dass auf dieser Insel ständig Kinder leben, vor allem Jungen im Alter von 3 bis 18 Jahren. Der Grund ist, dass viele Eltern ihre Kinder nicht mehr ernähren können. Um ihr Überleben zu sichern, geben sie die Kinder den Fischern mit auf die Insel, in der Hoff nung dass es dort durch den Fischfang genug zu essen gibt. Oft sind es auch Waisenkinder, die ihre Eltern verloren haben und dort eine Überlebenschance sehen. Dafür müssen die Kinder beim Säubern der Netze und bei der Fischverarbeitung helfen. Saisonbedingt leben bis zu 100 Kinder auf dieser kleinen Felsinsel im See, auf der es keinerlei Betreuung und vor kurzem noch nicht mal einen Unterstand gab. Die Kinder waren bisher vollkommen abgeschnitten von jeglicher medizinischer Versorgung, ohne Betreuung auf sich allein gestellt und ohne Chance auf Schulbildung.

DSCI0332Seit 2012 unterstützt der Hilfsverein den lokalen Missionar Pater Avelino MCSPA. Dieser besucht die Insel regelmäßig und nimmt sich der Probleme der Kinder an. Es wird nach Möglichkeiten gesucht, die Kinder wieder zu ihren Familien zu bringen oder, wenn dies nicht gelingt, ihnen das Leben auf der Insel zu erleichtern.

Deshalb wurde 2014 mit einer Spende der Passauer Runde an den Hilfsverein Nymphenburg ein Auffangzentrum für die Kinder auf der Insel errichtet.

 

 

Im Zentrum bekommen die Kinder einmal in der Woche eine medizinische Versorgung. Außerdem können sie dort schlafen und es gibt einen Ersatz-Schulunterricht, der es ihnen ermöglicht, nach ihrem Aufenthalt wieder einen Weg zurück ins Schulsystem zu finden.

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