Der Turkana-See teilt den Nordosten Kenias vom Nordwesten und schneidet die Südgrenze zu Äthiopien. Er ist die einzige größere Wasserfläche in einer reinen Wüstenregion. Landwirtschaftlich ist die Region kaum fruchtbar, und die Fischerei bietet eine der wenigen Alternativen zum Nomadentum. Die Anschaffung eines Bootes als wirtschaftliche Lebensgrundlage ist aber für viele eine finanziell nicht überwindbare Hürde.20131013_Turkana_0730
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Der Hilfsverein konnte im Jahr 2014 Fischerfamilien mit insgesamt 21 neuen Booten ausstatten. Da es der lokalen Bevölkerung (ursprünglich Nomaden) an Fachwissen zum Bootsbau und Fischerei fehlte, kamen Bootsbauer vom Viktoriasee, die gemeinsam mit den lokalen Fischern die neuen Boote vor Ort konstruierten. Außerdem wurde in mehreren Workshops Wissen zur nachhaltigen Fischerei vermittelt, zum Beispiel wie Netze so geknüpft werden, dass die Jungfische entkommen und keine Überfischung stattfindet.

Von den Erträgen eines Fischerbootes können am Turkana-See zehn Menschen leben. In einer Region ohne jegliche Industrie und Infrastruktur und mit einer Arbeitslosenquote von über 90 Prozent können solche Projekte die Menschen endlich vom Tropf der Welthungerhilfe lösen